Bisher wurde CMI im Kanton Schaffhausen vor allem für Regierungsratsgeschäfte eingesetzt. Künftig wird die Nutzung erweitert: Einerseits rollt der Kanton CMI innerhalb der Verwaltung aus, anderseits migrieren 13 Gemeinden auf CMI. Kanton und Gemeinden schaffen eine einheitliche Grundlage für die Zusammenarbeit.
Was auf den ersten Blick wie zwei unabhängige Entscheide wirkt, folgt einer gemeinsamen Haltung: Digitalisierung wird nicht als punktuelles Projekt verstanden, sondern als dauerhafte Aufgabe über Organisationsgrenzen hinweg. Statt alles neu zu denken, wird ein bewährtes System weitergeführt und gezielt ausgebaut.
Nutzung von CMI - Perspektive von Stefan Bilger
Herr Bilger, weshalb hat sich der Kanton entschieden, CMI weiterzuführen und auszubauen?
Ausschlaggebend ist der einfache Umstand, dass wir seit über 20 Jahren mit dem GEVER-System von CMI arbeiten – und dass es funktioniert. Das klingt vielleicht trivial, ist aber aus operativer Sicht zentral. Wir arbeiten täglich damit. Wenn ein System zuverlässig läuft, ist das ein starkes Argument.
Welche Rolle spielte die langjährige Zusammenarbeit bei diesem Entscheid?
Eine grosse. Wenn Produkt oder Partner nicht verlässlich wären, würde eine solche Zusammenarbeit kaum über zwei Jahrzehnte bestehen. Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Es wächst über Jahre – durch Stabilität, Weiterentwicklung und gute Betreuung.
Sie sprechen vom Vertrauen in den Partner. Was meinen Sie konkret?
CMI ist ein Schweizer Anbieter, nahe bei uns und gut erreichbar. Diese Nähe ist wichtig. Wenn man einen Systementscheid trifft, fragt man sich immer auch: Gibt es das Produkt in zehn oder fünfzehn Jahren noch? Gibt es die Firma dahinter noch? Diese Beständigkeit spielt eine grosse Rolle.
Warum haben Sie nicht nach einer Alternative gesucht?
Natürlich prüft man, ob es auf dem Markt eine andere Lösung gibt, die man mit vernünftigem Aufwand einführen könnte. Wir haben jedoch keinen Grund gesehen, das, was in den letzten 20 Jahren gewachsen ist, in Frage zu stellen – weder beim Produkt noch beim Partner.
Was bedeutet die Ausweitung der Nutzung konkret für die kantonale Verwaltung?
Bisher wurde CMI vor allem für Regierungsratsgeschäfte eingesetzt. Nun wird die Nutzung ausgeweitet. Das heisst, dass Geschäfte künftig breiter direkt im System geführt werden. Damit wird die Geschäftsverwaltung einheitlicher und transparenter.
Welche Vorteile sehen Sie in der gemeinsamen Plattform von Kanton und Gemeinden?
Es ist einfacher, wenn man mit dem gleichen System arbeitet. Dann weiss man, wovon man spricht, wenn man verwaltungsübergreifend miteinander zu tun hat. Das klingt banal, ist aber eine echte Vereinfachung im Alltag. Prozesse werden klarer, Abstimmungen einfacher.
Eine Einführung dieser Grössenordnung bringt Aufwand mit sich. Wie beurteilen Sie das?
Man darf nicht unterschätzen, dass eine Einführung personelle und zeitliche Ressourcen braucht. Dieser Aufwand ist jedoch nötig. Er erschliesst die möglichen Vereinfachungen und Effizienzgewinne. In der heutigen Zeit kommt man nicht darum herum, solche Schritte zu gehen.
Hinweis
Der Beitrag im CMI Magazin 2026 zeigt die Hintergründe und Überlegungen hinter dem Entscheid des Kantons Schaffhausen, CMI weiterzuführen und auszubauen. Das Magazin ist bald verfügbar.
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Der Beitrag im CMI Magazin 2026 zeigt die Hintergründe und Überlegungen hinter dem Entscheid des Kantons Schaffhausen, CMI weiterzuführen und auszubauen.