Wo liegen die Daten, wenn KI+ läuft?
«KI+ läuft bei CMI und in der Swisscom AI Cloud – aber wir nutzen ein anderes Rechenzentrum. Wo landen unsere Daten?»
KI+ ist auf zwei Ebenen aufgebaut: Application Layer und Model Layer. Die Ebene Application Layer umfasst die Assistenten, die Steuerung der Anfragen und die Verbindung zur Fachanwendung. Sie läuft in der CMI Cloud, betrieben durch den Schweizer Partner MTF in einem Schweizer Rechenzentrum. Auf Ebene Model Layer laufen die Sprachmodelle. Diese werden in einer dedizierten Umgebung der Swisscom AI Cloud betrieben.
Daten und Anfragen bleiben in der Schweiz. Die Sprachmodelle lernen nicht aus diesen Daten. Vor jeder Antwort prüft KI+ in Echtzeit, was die anfragende Person sehen darf. Wer eine Information im CMI nicht sehen darf, sieht sie auch über einen KI+-Assistenten nicht. KI+ ist damit durchgängig in der Schweiz verankert – Anwendung, Sprachmodelle und Verarbeitung in Schweizer Rechenzentren, betrieben durch Schweizer Partner.
Für Kund:innen mit einem anderen Rechenzentrum für CMI ändert sich an der Datenhaltung in KI+ nichts. KI+ greift kontrolliert auf CMI zu. Die Verarbeitung bleibt in der beschriebenen Schweizer Infrastruktur. Chatverläufe sind pro Person privat. Sie sind weder für andere Nutzer:innen noch für CMI einsehbar.
Was tut KI+ mit den Fachdaten – und was nicht?
«Habe ich richtig verstanden, dass Assistenten nur Text ausgeben – oder interagieren sie wirklich mit dem CMI?»
KI+ ist mehr als ein Chat. Die Assistenten arbeiten direkt mit den bestehenden CMI-Lösungen zusammen. Dafür stehen drei Wege zur Verfügung, die sich je nach Aufgabe kombinieren lassen:
- Mitgegebener Inhalt: Der Assistent erhält bei einer Anfrage gezielt Inhalte aus einer CMI-Lösung. Auf dieser Grundlage antwortet er.
- Gezielte Abfrage: Der Assistent ruft strukturierte Informationen aus dem Fachverfahren ab – etwa zu einem Geschäft, einer Sitzung oder einer Person.
- Suche nach Bedeutung: Der Assistent findet passende Stellen in Dokumenten, auch wenn die Suchbegriffe nicht wörtlich vorkommen. So lassen sich Rechtsgrundlagen, Protokolle oder Weisungen erschliessen.
Ein konkretes Beispiel: Wer eine Sitzung vorbereitet, gibt einem KI+-Assistenten die Traktandenliste mit, lässt frühere Beschlüsse zum Thema im Geschäftsverwaltungssystem suchen und ergänzt offene Pendenzen aus dem Fachverfahren – alles in derselben Konversation. Die drei Wege wirken zusammen, statt einzeln aufgerufen zu werden.
Heute überwiegen Anwendungsfälle, in denen die Assistenten lesend arbeiten. Aktionen wie ein Geschäft anlegen, eine Notiz hinterlegen oder eine Aufgabe vergeben kommen schrittweise dazu. Dabei gilt das Prinzip «Human-in-the-Loop»: Die KI bereitet vor, eine Person prüft und gibt frei. Erst dann wird die Aktion in CMI ausgeführt. Die bestehenden Berechtigungen gelten unverändert.
Was passiert mit den Assistenten, wenn das Modell wechselt?
«Ich baue Assistenten auf – und dann wechselt CMI das Modell, und plötzlich verhält sich alles anders?»
Die Sorge ist nachvollziehbar. Wer Zeit in den Aufbau eines Assistenten steckt, möchte diese Arbeit nicht bei jedem Wechsel des Sprachmodells neu machen. Das betrifft die Formulierung der Anweisungen, die Auswahl der Inhalte und die Abstimmung mit Fachbereichen.
KI+ trennt das eine vom anderen. Die Konfiguration eines Assistenten – seine Anweisungen, die genutzten Inhalte, der Zuschnitt auf eine konkrete Aufgabe – bleibt in der Application Layer bei CMI. Die Sprachmodelle liefern die sprachliche Leistung. Sie sind austauschbar, ohne dass die Konfiguration neu aufgebaut werden muss.
Genau das macht KI+ modell-agnostisch: Die Plattform bleibt unabhängig von einzelnen Anbietern, und Investitionen in eigene Assistenten sind langfristig geschützt – auch wenn sich der Markt der Sprachmodelle schnell weiterentwickelt. Aktuell läuft in der Model Layer das Open-Source-Modelle Mistral, bald auch Apertus. Wird ein leistungsfähigeres oder besser passendes Sprachmodell verfügbar, kann CMI es einbinden. Vor einem produktiven Wechsel werden Unterschiede systematisch getestet. Relevante Anpassungen fliessen zentral zurück.
KI+ im Webinar kennenlernen
KI+ verbindet drei Anforderungen, die in der Verwaltungs-IT selten gemeinsam erfüllt sind: Schweizer Datenhaltung, native Integration ins CMI und Unabhängigkeit von einzelnen KI-Anbietern. Die Architektur ist genau darauf ausgelegt.
In unserer KI+-Webinar-Serie liefern unsere Expert:innen die Antworten in voller Länge – mit Demo der Assistenten und weiteren Fragen aus der Praxis. Schreiben Sie sich kostenlos für einen der kommend Webinar-Termine ein oder schauen Sie sich das Webinar-on-Demand an:
Sie wollen KI+ für Ihre Verwaltung beurteilen? Wir zeigen Ihnen die Lösung gerne im persönlichen Gespräch:
Haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie einen Kommentar.
Wir beantworten Ihre Fragen gerne.