Der Schulalltag zwischen Aufwand und Improvisation
Patrick Siegenthaler, heute Leiter Bildung bei CMI und ehemaliger Schulpräsident, erinnert sich an einen Alltag, in dem digitale Unterstützung zwar vorhanden war, aber selten durchgängig funktionierte. Dokumente lagen auf unterschiedlichen, teils nicht konformen Systemen, Sitzungen mussten mühsam vorbereitet, Protokolle manuell erstellt und archiviert werden. Der Datenaustausch erfolgte meist per E-Mail – mit allen bekannten Risiken. Es funktionierte, aber es kostete enorm viel Zeit.
Auch innerhalb der Schule war Improvisation lange Alltag. Tom Köppel, heute Key Account Manager bei CMI und ehemalige Klassenlehrperson an einer Tagesschule, arbeitete mit handgeführten Excel-Listen für Anwesenheiten und Essensbestellungen. Die Weiterverarbeitung war mühsam, die Abrechnung fehleranfällig. Einmal wurden sogar zu viele Mittagessen bestellt. «Zum Glück waren es nicht zu wenige», erinnert er sich mit einem Augenzwinkern zurück.
Marco Lengg, ebenfalls Key Account Manager und ehemalige Lehrperson, ging noch einen Schritt weiter. Er beschaffte ausrangierte Computer, zahlte Netzwerkkabel aus eigener Tasche und baute früh eigene Webseiten, um Erziehungsberechtigte effizient zu informieren. Der Nutzen war spürbar – der persönliche Aufwand jedoch enorm.
Viele Rollen – viele Perspektiven
Was all diese Erfahrungen verbindet, ist weniger die Technik als der Kontext: Schule funktioniert nur, wenn viele Rollen zusammenspielen – Lehrpersonen, Schulleitungen, Verwaltung, Schulsozialarbeit, schulpsychologische Dienste und politische Gemeinden. Doch genau dieses Zusammenspiel wird durch fehlende Standards, unterschiedliche digitale Kompetenzniveaus und isolierte Lösungen oftmals erschwert.
Vanja Decurtins, heute im Produktmanagement bei CMI, kennt diese Herausforderungen aus ihrer früheren Tätigkeit als Projektleiterin an der PH Zürich. Sie beschreibt fehlende Standards und den hohen Abstimmungsaufwand im Team als zentrale Herausforderungen. Auch Felix Sprecher, heute CMI-Projektleiter und ehemaliger Schulleiter, erinnert sich an Datenablagen nach individueller Logik – mit Doppelspurigkeit und Unsicherheit darüber, welche Version jeweils die richtige war.
Vom Problem zum Gesamtsystem
Diese Erfahrungen aus dem Schulalltag bilden die Grundlage für einen zentralen Anspruch: Digitale Lösungen für Schulen müssen als Gesamtsystem gedacht werden. Nicht als Sammlung einzelner Werkzeuge, sondern als vernetzte Struktur, in der Informationen sinnvoll zusammenhängen und allen Anspruchsgruppen zugänglich sind. Praxiswissen wird dabei früh durch wissenschaftliche Perspektiven ergänzt – unter anderem durch die Zusammenarbeit mit pädagogischen Hochschulen.
Das Ergebnis: Eine Gesamtlösung, die Freiräume schafft
Für CMI selbst bedeutet das gebündelte Know-how einen kontinuierlichen Dialog zwischen Produktmanagement, Entwicklung und «Bildungswelt». Für Schulen entsteht daraus eine integrierte Gesamtlösung aus einer Hand – praxisnah, durchdacht und anschlussfähig an bestehende Strukturen, etwa in der Zusammenarbeit mit politischen Gemeinden. Oder, wie Marco Lengg es für Lehrpersonen auf den Punkt bringt: «CMI ist aus der Praxis, für die Praxis. Die Gesamt-lösung gibt mir Zeit zurück – für den Unterricht und für die individuelle Förderung der Lernenden.»
Lesen Sie ab April im ergänzenden Magazinartikel weitere Erfahrungen von unseren Mitarbeitenden, als sie noch an der Schule tätig waren. Ab April folgt hier der Link.